ORF-Publikumsrat: GD Wrabetz präsentiert TV-Innovation und Klarstellungen zur Ö1-Debatte

Wien, 27. Februar 2015/OTS0191 - Im Rahmen der Plenarsitzung des ORF-Publikumsrats, der
heute, am Donnerstag, dem 26. Februar 2015, unter dem Vorsitz von Dr.
Ilse Brandner-Radinger tagte, informierte ORF-Generaldirektor Dr.
Alexander Wrabetz über die Erfolge des vergangenen Jahres,
präsentierte Pläne für eine morgendliche Fernsehleiste und stellte
Fehlinformationen und Missverständnisse bezüglich der Diskussion zu
Ö1 richtig.
 
"Sowohl wirtschaftlich als auch programmlich war 2014 ein gutes Jahr
für den ORF: Im ersten Jahr ohne Refundierung schaffen wir mit + 2,9
Mio. Euro in der Mutter  und + 5,0 Mio. Euro im Konzern eine
Punktlandung beim positiven Abschluss. Bei den Marktanteilen haben
wir nahezu das Vorjahresniveau erreicht und liegen in den ersten zwei
Monaten 2015 bei 38,5 % Marktanteil in unserer Fernsehflotte.
Bemerkenswert ist die stark steigende Reichweite des Mediums
Fernsehens und somit auch des ORF-Fernsehens: 63 % der
Österreicherinnen und Österreicher haben täglich ferngesehen, 50 %
die Programme des ORF. Gestiegen ist auch die Nutzungszeit: Die
Österreicherinnen und Österreicher haben durchschnittlich eine Stunde
pro Tag ORF gesehen, und jene, die fernsahen, sahen gleich eineinhalb
Stunden ORF", fasste Wrabetz zusammen.
 
Zur aktuellen Diskussion um Ö1 und der entsprechenden Petition
stellte der ORF-Generaldirektor klar, dass diese vor allem auf
Fehlinformationen und Missverständnissen beruht: "Ö1 bleibt Ö1!
Niemand denkt auch nur im Entferntesten daran, Ö1 in seiner
Wertigkeit und Substanz zu gefährden. Alle Maßnahmen dienen
ausschließlich der Stärkung des Senders!":
 
-) Ö1 bleibt Ö1. Es gibt natürlich keine Schwächung, für das Publikum
ändert sich nichts.
-) Ö1 bleibt eigenständig: Am neuen Standort wird erstmals räumliche
Einheit gewährleistet und Ö1 erstmals einen eigenen Senderchef und
-management erhalten.
-) Die spezifische Senderidentität von Ö1 wird selbstverständlich
beibehalten. Sie stand niemals in Frage. Der Lieblingssender von
660.000 Hörer/innen wird nicht gefährdet.
-) Räumliche und organisatorische Grundlagen werden für Ö1 am neuen
Standort erstmals in der Sendergeschichte geschaffen. Derzeit sind
die Ö1-Redaktionen über das Funkhaus verteilt.
-) Der bauliche Zusammenhalt des Senders wird deutlich gestärkt. Wie
derzeit stehen rund 2000 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. Das
Arbeitsumfeld wird auf dem Stand des 21. Jahrhunderts entsprechend
dem Geist und der Identität des Senders gestaltet sein.
-) Bei Aufrechterhaltung der Geschlossenheit des Senders Ö1 wird am
neuen Standort durch die Nähe zu ORFIII und zur TV-Kultur verstärkte
Zusammenarbeit und Kommunikation möglich.
-) Eigenständige Programmplanung ist eine der Stärken von Ö1 und
stand niemals in Frage.
-) Die Ö1-Information mit ihrem spezifischen Charakter bleibt
ebenfalls erhalten und wird gestärkt.
-) Der Kulturstandort Argentinierstraße mit dem RadioKulturhaus und
dem Großen Sendesaal als Heimat des Radiosymphonieorchesters bleibt
erhalten.
 
Weiters kündigte der ORF-Generaldirektor ein TV-Innovationsprojekt
an: Der ORF prüft derzeit das Konzept für eine Informationsleiste am
Morgen unter dem Arbeitstitel "Guten Morgen Österreich". Es handle
sich dabei um eine Weiterentwicklung des klassischen
Frühstücksfernseh-Konzepts unter starker Einbeziehung der
ORF-Landesstudios in Zusammenarbeit mit den zentralen
ORF-Redaktionen. Derzeit wird geprüft, ob eine Realisierung
wirtschaftlich und organisatorisch möglich ist.
 
Freuen konnte sich der ORF-Generaldirektor auch über nunmehr 470.000
tägliche Zuseher/innen bei ORF III, 51,3 % Marktanteil bei den
Angeboten der Landesstudios in der Zeitzone um 19.00 Uhr, die hohe
Stabilität der ORF-Radioflotte mit 67 % Reichweite und 74 %
Marktanteil, durchschnittlich 60 Millionen monatliche Visits bei
ORF.at, die außerordentlich gute Entwicklung der ORF-TVthek und fast
zwei Millionen Leser/innen beim ältesten Textmedium des ORF, dem
TELETEXT, der 2014 35. Geburtstag feierte.
 
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Rückfragehinweis:
   ORF-Unternehmenskommunikation
   Rudolf Fehrmann
   (01) 87878 - DW 12765
   rudolf.fehrmann@orf.at
   http://presse.ORF.at
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OTS0191    2015-02-26/14:22